26.5. bis 28.5.2026
Selbstschutz, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung
Selbstschutz, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung
In diesem Workshop lernen Sie, potenzielle Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen, bewusst wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren. Mithilfe bewährter Strategien sowie technischer und taktischer Mittel entwickeln Sie wirksame Wege, um Bedrohungen zu begegnen – mit dem Ziel, Ihre physische Unversehrtheit und mentale Stabilität zu bewahren.
Selbstschutz, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung umfassen eine Vielzahl an Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung, -einschätzung und zur sicheren Reaktion im Ernstfall.
Ziele
- Sie schärfen Ihre Wahrnehmung für die Umgebung und erkennen Risiken frühzeitig.
- Sie lernen präventive Massnahmen kennen, um Ihre persönliche Sicherheit zu erhöhen – etwa durch die Wahl sicherer Wege, das bewusste Vermeiden von Ablenkungen (z. B. Kopfhörer im Strassenverkehr) oder das Bewegen in Gruppen.
- Sie beobachten auffälliges Verhalten und lernen, potenziell gefährliche Situationen rechtzeitig zu verlassen – noch bevor es zur Konfrontation kommt.
- Sie kommunizieren in bedrohlichen Situationen klar und selbstbewusst, setzen deutliche Grenzen und signalisieren unmissverständlich, dass Sie kein leichtes Ziel sind.
- Sie wenden grundlegende Techniken und Taktiken der Selbstverteidigung situationsgerecht und mit angemessener Verhältnismäßigkeit an.
- Sie stärken Ihr Selbstvertrauen und Ihre mentale Stabilität, um auch in Stress- oder Gefahrensituationen ruhig, fokussiert und handlungsfähig zu bleiben.
Sie benötigen bequeme Trainingsbekleidung!
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Leitung: Marcel Eichenberger und Pietro Freihofer
Etwas mehr zur Kampfkunst
Mit dem Messer in den Ausgang: Jugendgewalt nimmt zu
Die Zahl ist hoch. Erschreckend hoch: 8000 Urteile fällten die Schweizer Jugendstrafgerichte im Jahr 2020. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Die «Rundschau» trifft zwei verurteilte Gewalttäter. Ihre kriminelle Karriere starteten sie bereits als Jugendliche. Ihre Delikte wiegen schwer: versuchter Totschlag, schwere Körperverletzung, Nötigung. Woher kommt diese Gewalt, diese unglaubliche Brutalität?

Die Frage nach dem Warum solcher Gewalt und Brutalität unter Jugendlichen lässt sich nicht mit einem einzigen Grund beantworten. Es handelt sich um ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren, wie das Beispiel von „Tarek“ im Film eindrücklich zeigt.
Viele gewalttätige Jugendliche wachsen in instabilen oder gewaltgeprägten Familienverhältnissen auf. Fehlende elterliche Präsenz, Vernachlässigung, Missbrauch oder häusliche Gewalt können die Entwicklung von Empathie und sozialem Verhalten stark beeinträchtigen.
Unbehandelte psychische Erkrankungen, traumatische Erfahrungen oder Persönlichkeitsstörungen können das Gewaltpotenzial zusätzlich erhöhen – insbesondere wenn Jugendliche keine angemessene therapeutische Hilfe erhalten.
Jugendliche suchen oft auch Anerkennung in ihrer Umgebung aus ihren Peers. Wer in einem Umfeld aufwächst, das Gewalt verherrlicht oder als Mittel zur Konfliktlösung akzeptiert, wird eher selbst gewalttätig.
Jugendliche sind heute auch einem ständigen Strom an Bildern und Videos ausgesetzt – auch von realer oder inszenierter Gewalt vor allem im Darknet. Das kann abstumpfen, die Schwelle zur Gewalt senken oder Nachahmungseffekte fördern.
Armut, Perspektivlosigkeit, fehlender Zugang zu guter Bildung und beruflichen Chancen können Frust und Aggression enorm verstärken und werden oft als Grund angegeben, wenn man die Täter nach ihren Motiven fragt.
Bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund können kulturelle Konflikte dazukommen. Diskriminierungserfahrungen oder das Gefühl des Ausgeschlossenseins spielen oft auch eine ganz grosse Rolle.